Saudi-Arabien muss diversifizieren

Die tiefen Erdölpreise und die Corona-Pandemie verschärfen die Finanzkrise in Saudiarabien. Aufgrund der ausgebremsten Weltwirtschaft stürzte der massgebliche Erdölpreis von rund 60 auf weniger als 20 $ pro Fass ab und erholte sich seither nicht mehr völlig. Im Jahresschnitt beträgt der Preis rund 40 $. Für einen ausgeglichenen Staatshaushalt benötigte Saudiarabien jedoch einen fast doppelt so hohen Erdölpreis.

Neben dem Erdölexport spült auch der Pilgertourismus zu den heiligen Stätten des Islams in Mekka und Medina jedes Jahr viel Geld in das konservative Königreich. Die Einnahmen von mehr als 20 Mrd. $ entsprechen knapp 3% des jährlichen Volkseinkommens. Doch wegen der Corona-Krise schloss Riad die Grenzen für ausländische Pilger während sieben Monaten. Seit November ist die Reise nach Mekka unter Einschränkungen wieder möglich «Saudi-Arabien muss diversifizieren» weiterlesen

Saudi-Arabien deeskaliert

Saudi-Arabien entfernt Antisemitismus und Anti-Israel-Material aus den Schulbüchern: Zwar hat das Königreich noch keinen Frieden mit Israel geschlossen, aber es unternimmt Schritte, um das Narrativ für zukünftige Generationen zu überarbeiten.

Ein Grossteil des Hasses und der Aufwiegelung, die früher in saudischen Schulbüchern vorhanden waren, sind aus dem diesjährigen Lehrplan entfernt worden. Ebenso wie erhebliche Mengen an antisemitischem und israelfeindlichem Material und die meisten dschihad-bezogenen Inhalte.

«Die saudischen Behörden haben damit begonnen, den antijüdischen Hass auszurotten, einschliesslich einer berüchtigten Hadith, welche den Antisemitismus in der muslimischen Welt schürt», analysiert Marcus Sheff, CEO von «Impact-se».  «Saudi-Arabien deeskaliert» weiterlesen