
Das Haus der Abrahamitischen Familie wird eine Moschee, eine Synagoge und eine Kirche umfassen. Die drei unabhängigen Gebäude, die über das Erdgeschoß verbunden sind, sind in ihrem Ausmaßen identisch (eine Art Kaaba). Sie werden nur in ihrer Fassadengestaltung leicht verschieden sein werden. Im verbindenden Erdgeschoß wird ein großes Lehrzentrum untergebracht.
Die Kirche wird dem heiligen Franz von Assisi geweiht sein, der zum Patron der „ökologischen und nachhaltigen Umkehr“ und zur „Brüderlichkeit aller Menschen“ gemacht wird. Franz von Assisi suchte damals den Kontakt mit dem Sultan von Ägypten al-Malik al-Kāmil, aber nicht um ihm von der „Brüderlichkeit aller Menschen“ zu erzählen, sondern er forderte ihn ausdrücklich auf, sich zu bekehren.
Das Bauprojekt wurde im September 2019 in New York vorgestellt und wird in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate auf der Insel Sadiyyat in der Nähe des Louvre Abu Dhabi entstehen.
Es wird auch ein Studien- und Forschungszentrum über die Brüderlichkeit aller Menschen entstehen. Dessen Zweck wird es sein, auf der Linie des Abu-Dhabi-Dokuments vom 4. Februar 2019, die drei Religionen zusammen zu führen.
Die Absicht des Dokuments ist es, ein säkulares Zusammenleben anzustreben, „das alle Menschen umfasst, vereint und gleich macht“, denn „der Pluralismus und die Vielfalt der Religion, der Hautfarbe, des Geschlechts, der Ethnie und der Sprache entsprechen einem weisen göttlichen Willen, mit dem Gott die Menschen erschaffen hat“.
Die Unterzeichnung des Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen in Abu Dhabi hat in der katholischen Kirche einen Riss verursacht. Manche sprechen von der „Häresie der Häresien“. Der Papst hat das Dokument im Alleingang formuliert und unterzeichnet. Es wurde auch ein Hohes Komitees für die menschliche Brüderlichkeit injiziert, das den Inhalt des Dokuments umsetzen soll.
Das Studienzentrum soll auch Austragungsort der Feierlichkeiten zur Verleihung des „Human Brotherhood Award“ sein.
Die Wurzeln dieser Öffnung der katholischen Kirche liegen im Dokument Nostra Aetate (28. Oktober 1965) des Zweiten Vatikanischen Konzils. „Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.“ (NA, 2). mehr Informationen
Auch in Jerusalem möchten einige schon lange ein multireligiöses Haus zu bauen.
Projekte welche die Spreu vom Weizen trennen.